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Geschichte der ältesten Tätowierstube in Deutschland

Erstmalig angemeldet wurde das Tätowiergeschäft von Paul Holzhaus
zum 01.02. 1946 in der Seilerstr. 44A In Hamburg, St. Pauli von wo er am 22.10.1951 zum Hamburger Berg 8 zog und dort weiterarbeitete.
Laut mündlicher Überlieferungen wurden damals recht unseriöse Geschäftspraktiken angewandt; Koberer brachten betrunkene Seeleute und überredeten sie zum Tätowieren.
Während die Arbeit ausgeführt wurde, leerte nebenan jemand die Taschen des Seemannes.

Am 20.03.1962 kaufte Herbert Hoffmann dieses Geschäft von P. Holzhaus und renovierte die Wohnung sowie das Geschäft und arbeitete von da an überaus sauber und seriös.
Ab Weihnachten 1970 arbeitete H. Hoffmann mit seinem Freund Karlmann Richter zusammen und wurde durch seine akkurate und präzise Arbeit auch über die Grenzen Deutschlands bekannt. Selbst Tätowierer aus USA und Japan kamen zu Besuch.
Als der Lebensgefährte von H. Hoffmann gebrechlicher wurde zog er sich mehr und mehr vom Geschäft zurück und übergab dieses 1982 an Karlmann Richter.
Ab dem 06.01. 1983 tätowierte Karlmann Richter alleine, wobei er von einigen Helfern zeitweise unterstützt wurde, unter anderem kam auch ich, Ernst Günter Götz, ins Spiel.
Die letzen Jahre, ca seit 1979, half ich Herbert Hoffmann als Urlaubsvertretung und beim Zeichnen seiner Vorlagen und Schablonen und auch mehr und mehr Herrn Richter. Ich kam immer öfter nach Hamburg und somit auch mehr und mehr als Nachfolger des Geschäftes ins Gespräch.
Seit 1982 arbeitete ich schon nebenberuflich in Bad Kissingen als Tätowierer, wo hauptsächlich U.S. Soldaten zu meiner Kundschaft gehörten. Ich wurde immer öfter gefragt, wann ich denn für immer nach Hamburg komme. Als Herr Richter aus Altersgründen aufhören wollte fragte mich Herbert Hoffmann,
ob ich denn das Geschäft weiterführen möchte, was ich dann ab dem 01.01.1984 auch tat.

Von 1984 – 1989 unterstützte mich in meiner Tätigkeit Albertus Cornelissen, bei uns auch Opa genannt, der meine bisher (von Herbert Hoffmann und insbesondere Karlmann Richter) erworbenen Fähigkeiten noch verfeinerte und ausbaute!
Danach arbeiteten auch für mich verschiedene Tätowierer.
Zu einigen Pflegen wir heute heute noch regen Kontakt, wie Z.B. Tony Corte, Sven Mathiessen, Sandy Görbing (siehe auch unter Links).

Nach einigen Jahren gemeinsamen Arbeitens kam es auch mehrmals zu Unstimmigkeiten zwischen meinem Onkel Herbert Hoffmann und mir über unterschiedliche Geschäftsgebaren, was später in einem ausuferndem Streit vor Gericht endete.
Wer H. Hoffmanns diesbezügliche Stellungnahme, die auch im Internet veröffentlicht wurde, gelesen hat und auch näheres von mir erfahren möchte – sei es nur um beide Seiten zu kennen , kann mich gerne darauf ansprechen.Wer sich weitergehend für die Geschichte der Tätowierstube und oben genannte Streitigkeiten intessiert (auch in Zusammenhang mit dem Film "Flammend` Herz)
kann die ausführliche (mit Fakten hinterlegten) Geschichte auf Flammend’ Herz nachlesen.

Meine Mitarbeiter sind zur Zeit
Herr Valco Bardowiecks, seit 1995
Herr Sebastian Makowski, seit 2000

Seit dem 14.07.1997 sind wir auch im Handelsregister eingetragen ( HRA 90931) und dürfen uns somit offiziell nachgewiesen auch „Älteste Tätowierstube in Deutschland“ nennen.