Credo

Programm der Ältesten

Wie jeder Tätowierer haben auch wir unsere bestimmten Vorlieben, was die bevorzugten Stile angeht. Wir sind aber nicht auf bestimmte Stilarten festgelegt und können Euch alles tätowieren, was Ihr Euch vorstellen könnt. Wenn wir allerdings etwas für nicht sinnvoll halten oder es noch besser auf Euch abstimmen können, werden wir es Euch nicht vorenthalten. Wer sich seiner Sache noch nicht so sicher ist, dem geben wir gerne Tipps, Anregungen und Möglichkeiten, wie man es vorher für sich selber ausprobieren kann, um die optimale Wirkung des gewählten Motivs herauszuholen.

Sonderanfertigungen
Wir haben zwar einige Motive auf Lager, finden es aber wesentlich besser und individueller, Euch ein Motiv nach Euren ganz persönlichen Wünschen anzufertigen. So kann man sich sicher sein, ein Unikat zu erhalten. Im Grunde ist alles Vorstellbare als Tattoo umsetzbar, nur nicht in jeder Größe und nicht unbedingt an jeder Körperstelle. Sei es eine Zeichnung in Tusche oder mit Bleistift, Computergrafiken, Fotos, Skulpturen, jegliche Arten von Buchillustrationen, Gemälden… einzig Eure Phantasie setzt die Grenzen!

Kosmetische Tätowierungen
Wir führen ebenfalls kosmetische Tätowierungen aus, wie z.B. Lippenkontur, Augenbrauen, Schönheitsflecken, Brustwarzen (auch Rekonstruktionen, z.B. nach Brustoperationen), Integration von Narben oder Feuermalen (Pigmentstörungen) in darauf abgestimmte Tätowierungen.

Übertätowierungen (Cover Ups)
Wenn Ihr eine alte Jugendsünde, Frikadelle oder Ähnliches auf dem Körper habt, aber generell Tätowierungen nicht abgeneigt seid, sprecht mit uns, wir haben noch für jedes tätowierte Problem eine Lösung gefunden. Es muss ja nicht unbedingt immer eine wesentlich teurere und schmerzhaftere Tattoo-Entfernung sein. Eine Übertätowierung ist meistens zwar um einiges größer und manchmal auch etwas dunkler als die alte Tätowierung, man kann aber fast immer eine schöne und elegante Lösung finden.

Chronik

Geschichte der Ältesten

1946 – 1961
Erstmalig angemeldet wurde unser Tätowiergeschäft von Paul Holzhaus zum 01.02.1946 in der Seilerstr. 44 a in Hamburg, St. Pauli, von wo er am 22.10.1951 zum Hamburger Berg 8 zog und dort weiterarbeitete. Laut mündlicher Überlieferungen wurden damals recht unseriöse Geschäftspraktiken angewandt; Koberer brachten betrunkene Seeleute und überredeten sie zum Tätowieren. Während die Arbeit ausgeführt wurde, leerte nebenan jemand die Taschen des Seemannes.

1962 – 1982
Am 20.03.1962 kaufte Herbert Hoffmann das Geschäft von Paul Holzhaus und renovierte die Wohnung sowie das Geschäft; von da an arbeitete man hier überaus sauber und seriös. Ab Weihnachten 1970 arbeitete Herbert Hoffmann mit seinem Freund Karlmann Richter zusammen und wurde durch seine akkurate und präzise Arbeit auch über die Grenzen Deutschlands bekannt. Selbst Tätowierer aus USA und Japan kamen zu Besuch. Als der Lebensgefährte von Herbert Hoffmann gebrechlicher wurde, zog er sich mehr und mehr vom Geschäft zurück und übergab dieses 1982 an Karlmann Richter.

1982 – 1983
Ab dem 06.01.1983 tätowierte Karlmann Richter alleine, wobei er von einigen Helfern zeitweise unterstützt wurde. Neben anderen kam auch Ernst Günter Götz ins Spiel. Die letzten Jahre – ungefähr seit 1979 – half Götz als Urlaubsvertretung Herbert Hoffmann beim Zeichnen seiner Vorlagen und Schablonen und auch mehr und mehr Herrn Richter.

1984 – 1989
Ernst Günter Götz kam immer öfter nach Hamburg und somit als Nachfolger des Geschäftsinhabers ins Gespräch. Seit 1982 arbeitete er schon nebenberuflich in Bad Kissingen als Tätowierer, wo hauptsächlich U.S. Soldaten zu seiner Kundschaft gehörten. Götz wurde immer öfter gefragt, wann er denn für immer nach Hamburg komme. Als Herr Richter aus Altersgründen aufhören wollte, fragte Herbert Hoffmann Ernst Günter Götz, ob er denn das Geschäft weiterführen möchte, was er dann ab dem 01.01.1984 auch tat. Von 1984 bis 1989 unterstützte ihn in seiner Tätigkeit Albertus Cornelissen, bei uns auch Opa genannt, der Götz‘ bisher von Herbert Hoffmann und insbesondere Karlmann Richter erworbenen Fähigkeiten noch verfeinerte und ausbaute. Danach arbeiteten auch für Ernst Günter Götz verschiedene Tätowierer. Zu einigen pflegen wir auch heute noch regen Kontakt, wie z.B. zu Tony Corte, Sven Mathiessen, Sandy Görbing – Ihr findet deren Links im Bereich Partner.

1989 – heute
Nach einigen Jahren gemeinsamen Arbeitens kam es auch mehrmals zu Unstimmigkeiten zwischen Ernst Günter Götz und seinem Onkel Herbert Hoffmann über unterschiedliches Geschäftsgebaren, was später in einem ausufernden Streit vor Gericht endete. Wer Herbert Hoffmanns diesbezügliche Stellungnahme, die auch im Internet veröffentlicht wurde, gelesen hat und auch Näheres von Götz erfahren möchte – sei es nur um beide Seiten zu kennen – kann ihn gerne darauf ansprechen. Wer sich weitergehend für die Geschichte der Tätowierstube und oben genannte Streitigkeiten interessiert (auch im Zusammenhang mit dem Film „Flammend‘ Herz“) kann die ausführliche, mit Fakten hinterlegte Geschichte auf Flammend‘ Herz nachlesen.

Seit 1997 älteste Tätowierstube in Deutschland
Seit dem 14.07.1997 sind wir auch im Handelsregister eingetragen (HRA 90931) und dürfen uns somit offiziell nachgewiesen auch „Älteste Tätowierstube in Deutschland“ nennen.